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..wurden von mir bereits Mitte der 1980er als 5,6x50 R Abkömmlinge entwickelt und mit Hilfe des Beschußamtes München 1987 in die CIP-Liste gehievt. Vorbild der 6,5x50 R und 7x50 R, waren die präzisen, wie meine anderen Patronen nach dem Steilschulterprinzip konzipierten Silhouettenpatronen 7 mm TCU und 6,5 mm TCU, deren L-Bereich von mir verlängert wurde - genauso wie es Günter Frères, um die L3 der 5,6x50 zu erhalten, mit der .222 Rem. damals gemacht hatte. Auch verpasste ich der trotz der Kleinheit stabilen Hülse im P2-Bereich einen größeren Durchmesser und einen Schulterwinkel von 40°.



links Versuch 7 mm TCU, rechts früher 7x50 R - Versuch mit verkehrt herum in Hülse 5,6x50 R gesetztem BT-Geschoß



RWS-Hülsen 5,6x50 R sind sehr stabil, eignen sich hervorragend zum Feuerformen in 6,5x50 R und 7x50 R und überstehen mehrere Durchgänge als Beschusspatrone.


6,5x50 R und 7x50 R sind aber mehr als nur verlängerte TCU Patronen, denen ein Rand angefügt wurde. Mit Bedacht wurden sie relativ geschossschwer gehalten, und sind somit, freilich abhängig von der Geschosskonstruktion, bei hervorzuhebender Wildbretschonung im ballistischen Grenzbereich viel wirksamer als geschossleichte "Rehpatronen" wie .222 Rem., 5,6x50/R und selbst die 5,6x52 R. Zwar ist „nur“ die relativ kleine Hülse 5,6x50 R Basis der 6,5x50 R und der 7x50 R, jedoch sind ausgewählte Ladungen nach deutschem BJagdG legal auf Hochwild (E100 m >2000 J). Das energetische Konstruktionsziel wäre mit einer größeren Hülse als 5,6x50 R zwar leichter zu erreichen gewesen, aber primäres Ziel war jeweils eine möglichst verschlussschonende Patrone. Wegen des Nachteils der größeren Flächenaufstandslast und damit der höheren Stoßbodenkraft schieden größere Hülsen aus, wie z.B. die 5,6x52 R oder die ihr R1-durchmessergleiche .30-30. Neben der Kalibervergrößerung gibt es zwei Möglichkeiten der Wirkungssteigerung einer Patrone: Erstens durch Vergrößerung des Verbrennungsvolumens in dem Fall durch Ausblasen des P2-Bereiches der 5,6x50 R samt Anlegen einer steileren Schulter sowie zweitens Steigerung des Maximal- und dadurch Arbeitsdrucks. Der Pmax wurde mit 3.200 bar (Cu) verwirklicht (genau wie .222 Rem.), was gute Einsteckläufe oder verschlussfeste Waffen wenig belastet. Ursache für höhere Leistung und gute Eigenpräzision der beiden Patronen ist also die sprengverformte, volumigere Hülse mit steiler Schulter und Hülsenverlaufsform, sowie die schweren, großkalibrigen, mit großem Anschub versehenen Geschosse. Ich konstruierte die 6,5x50 R und 7x50 R als in Kipplaufwaffen und Einstecklauf benutzbare, genügend flach schießende Patronen für leichtes Schalenwild, als Alternative zur meist wildbretzerstörenden Wirkung der schnelleren, trotzdem an Tötungskraft unzureichenden 5,6 mm Munitionen. Diesen gegenüber haben 6,5x50 R und 7x50 R den großen Vorteil der BJagdG-Hochwildtauglichkeit. Freilich wird man sich damit auf schwache Frischlinge und schwaches Rot-, Dam- und Muffelwild beschränken.

Fazit: Mit den gut in Einsteckläufe, in den kleinen Lauf des Bergstutzens, sowie in leichte Kipplaufbüchsen passenden, unaufwändigen Patronen sind Jägerin und Jäger für Fuchs und Rehwild sowie für gelegentliches schwaches Hochwild gerüstet. Unter Ausnützung des Drucks erbringen die beiden Patronen folgende Leistungen:

In der 6,5x50 R beschleunigt ein 5,0 g TMS auf ca. 1000 m/s. Formschnelle 7,8 g-9,1 g Geschosse (das sind solche mit gutem BC-Wert) schaffen auf 100 m die für Hochwild geforderten 2000 J. Selbst stumpfe 10,3 g TMR fliegen um die 660 m/s, was immerhin der Leistung der über ein Jahrhundert auf alles Schalenwild bewährten und beliebten 6,5x54 M.Sch. aus dem 45 cm Lauf des Mannlicher Schönauer Stutzens Modell 1903 entspricht.



Oben: Sehr präziser ELauf 6,5x50 R von Keller und Simmann. Unten Feuerformladungen 6,5x50 R mit 6,0 g RWS TMS: Geschoss vor mittlerer Ladung eines schnellen TLM in den aufgeweiteten Hülsenhals einer neuen Hülse 5,6x50 R setzen (Geschosse mit gefettetem Bootsheck können auch in den nicht aufgeweiteten, aber angefasten und gut entgrateten, grafitierten Hülsenhals gesetzt werden). Sauber gefertigte Feuerformladungen sind bereits so präzise, dass sie zum Übungsschießen und auf der Jagd verwendet werden können.



Oben Feuerformladung, darunter "ausgeblasene" Hülsen und Jagdladungen 6,5x50 R 


6,5x50 R Ladebeispiele - ohne jede Gewähr 

5,0 gTMSNorma2,01 gR 90261,2 mm940 m/s
5,0 gTMSNorma   2,40 gR 903 61,2 mm 1000 m/s
5,0 g     TMS Norma2,24 gR 907 61,2 mm 930 m/s
6,0 gTMSRWS1,88 gR 90263,3 mm850 m/s
6,0 gTMSRWS 2,26 g R 903 63,3 mm 915 m/s 
6,0 gTMSRWS 2,14 gR 907 63,3 mm 850 m/s
7,8 gTMSSpeer1,69 gR 902 66,0 mm 725 m/s
7,8 gTMSSpeer2,00 gR 903 66,0 mm 770 m/s
7,8 gTMS Speer1,94 gR 90766,0 mm750 m/s
9,0 gTMSRWS1,62 gR 902 64,7 mm 675 m/s
9,0 gTMS RWS1,88 gR 903 64,7 mm 720 m/s
9,0 gTMSRWS1,91 gR 907 64,7 mm 700 m/s
10,3 g TMR  RWS1,59 g R 902 67,0 mm 655 m/s
10,3 gTMR RWS1,88 gR 903 67,0 mm 660 m/s
10,3 gTMRRWS 1,81 gR 907 67,0 mm 650 m/s


In der 7x50 R leisten 6,5 g Geschosse ca. 850 m/s, 7,8 g TMS aber 800 m/s und sind damit ebenso hochwildtauglich wie "formschnelle" 9,0 g und 10,0 g Geschosse mit gutem BC. 10,0 g TMR fliegen zwar an der Mündung 690 m/s und wirken daher gut auf Hochwild, schaffen wegen des schlechteren BC auf 100 m jedoch die 2000 J nicht ganz.


links 6,5x50 R mit 9,0 g TMS (hochwildtauglich), Mitte 7-30 Waters, rechts 6,5x54 Mannlicher Schönauer mit dem nicht mehr hergestellten 10,0 g HMK.  


7x50 R Ladebeispiele - ohne jede Gewähr

5,1 gTMSSako2,07 gR 90159,8 mm955 m/s
5,1 gTMSSako2,27 gR 90259,8 mm965 m/s
5,1 g TMS Sako2,30 gR 90359,8 mm850 m/s
6,5 gTMHHornady1,91 gR 90166,0 mm850 m/s
6,5 gTMHHornady2,07 gR 90266,0 mm850 m/s
6,5 gTMHHornady 2,17 gR 903 66,0 mm 820 m/s
7,8 gTMSSierra1,94 gR 902 68,2 mm 785 m/s
7,8 gTMS Sierra2,14 gR 903 68,2 mm 795 m/s
7,8 g   TMS Sierra2,14 gR 907 68,2 mm 790 m/s
9,0 g TMSHornady1,81 gR 902 66,4 mm 725 m/s
9,0 gTMS Hornady2,01 gR 903 66,4 mm 730 m/s
9,0 gTMS Hornady2,01 gR 907 66,4 mm 700 m/s
10,0 gTMSHornady1,81 gR 902 65,6 mm 675 m/s
10,0 gTMSHornady1,94 gR 903 65,6 mm 690 m/s
10,0 gTMSHornady 1,94 gR 907 65,6 mm 675 m/s 

Obacht: Der Gebrauch der Ladedaten auf diesen Seiten erfolgt ausschließlich auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko des Benutzers. Eine Haftung für Schäden jedweder Art wird vom Betreiber dieser Seiten nicht übernommen. 

Hülsen für obige Ladungen umgeformt aus 5,6x50 R von RWS, Zündhütchen RWS 4033



7x50 R mit "Hochwild-" und "Rehwild"-Ladung. Die Hülsen lassen sich oft wiederladen.   


Bezugsquellen:

Hülsen mit "richtigem" Bodenstempel Horneber Hülsen www.huelsen-horneber.de

Reibahlen und Ladematrizen Triebel Waffenwerkzeuge www.triebel-guntools.de 

Einsteckläufe Theo Jung www.waffenjung.de, Keller&Simmann www.Einstecklauf.de

Gebrauchs- und Beschusspatronen Wiederladen Klaus  www.munitionstechnik.de